Gardinenstangen richtig montieren: Abstand zur Decke und Wand
Die Montage einer Gardinenstange beginnt nicht mit dem Bohren, sondern mit der Frage, wo die Stange überhaupt sitzen soll. Der Abstand zur Decke und zur Wand entscheidet darüber, ob der Vorhang später optisch den Raum vergrößert oder ihn erdrückt. Grundsätzlich gilt: Je höher die Stange hängt, desto höher wirkt der Raum. Wer den Vorhang direkt unter der Decke anbringt, gewinnt optisch mehrere Zentimeter Höhe. Ein Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zur Decke ist ein guter Richtwert. Bei sehr hohen Räumen darf es auch mehr sein, bei niedrigen Decken sollte man den Vorhang eher bündig abschließen lassen.
Der Abstand zur Wand ist ebenso wichtig, wird aber oft vernachlässigt. Hängt die Stange zu nah an der Wand, schleift der Vorhang beim Öffnen und Schließen an der Wand oder am Fensterrahmen. Zu viel Abstand wiederum lässt den Vorhang in den Raum hineinragen und kostet Platz. Als Faustregel gilt: Der Abstand zwischen Wand und Stange sollte mindestens der Hälfte der Vorhangfalte entsprechen, meist sind zehn bis fünfzehn Zentimeter ausreichend. Bei Heizkörpern unter dem Fenster muss die Stange so weit vor der Wand sitzen, dass der Vorhang nicht auf dem Heizkörper aufliegt. Andernfalls staut sich die Wärme und der Vorhang kann beschädigt werden. Wer den Vorhang tagsüber zur Seite nehmen möchte, findet unter Raffhalter für Vorhänge eine praktische Lösung, die den Stoff sauber hält und Falten vermeidet.
Die Wahl der Befestigung hängt vom Untergrund ab. In Beton oder Mauerwerk halten Dübel mit passender Schraube zuverlässig. Bei Rigips oder Hohlraumdecken sind spezielle Dübel nötig, die sich hinter der Platte verspreizen. Wer unsicher ist, sollte einen Fachmann hinzuziehen, denn eine herabstürzende Gardinenstange kann Schäden verursachen. Vor dem Bohren empfiehlt es sich, die Position mit Bleistift und Wasserwaage zu markieren. Ein Laser-Wasserwaage erleichtert die Ausrichtung erheblich, besonders bei langen Stangen. Prüfen Sie außerdem, ob sich Leitungen oder Kabel in der Wand befinden. Ein Leitungssuchgerät schützt vor teuren Fehlbohrungen.
Nach der Montage folgt die Feinjustierung. Die Stange sollte waagerecht sitzen, damit die Vorhangringe nicht von selbst verrutschen. Bei zweiläufigen Stangen für Vorhang und Gardine ist ein Abstand von etwa fünf Zentimetern zwischen den Schienen sinnvoll. Der Vorhang selbst sollte so aufgehängt werden, dass er den Boden leicht berührt oder ein paar Zentimeter darüber endet. Ein zu kurzer Vorhang wirkt provisorisch, ein zu langer schleift und verschmutzt schnell. Wer diese Punkte beachtet, hat lange Freude an einer sauberen und funktionalen Fensterdekoration.